Dienstag, 1. September 2015

Mi hermosa familia urugaya

An der Bushaltestelle habe ich mich dann umgesehen, die ersten wurden abgeholt und ich? 
Ich habe plötzlich gesehen, dass zwei Mädels ein riesiges Plakat entrollten auf dem stand "BIENVENIDA HANNAH" (-> Herzlich Willkommen Hannah). Und dann waren da alle. Vater, Mutter, Tochter, Tochter, Onkel, Tante, Cousin...und Freundin der Schwester und Freundin der Mutter... Nach großem Hallo wurde mein Gepäck auf die Ladefläche gepackt und wir sind nach Hause gebraust.

Dort warteten dann einfach nochmal 5 andere Freundinnen, die mir alle erstmal total viel erzählt haben, nach Fotos gefragt haben und Alex dann für einen "churro" befunden haben ( das ist ein Wort für einen sehr hübschen Jungen ;) )

Das Haus besteht aus einem sehr großen Wohnraum, mit einem offenen Kamin, der auch als Grill genutzt wird und an den sich leicht erhöht die Küche anschließt, Elterschlafzimmer, einem großen Bad und unserem Zimmer: Darin schlafen meine beiden Schwestern und ich. 
Am Anfang war es zwar es etwas befremdlich, aber jetzt finde ich es total schön nicht allein zu sein. Man wünscht sich gute Nacht, fängt nach einiger Zeit zu reden an und dann sagt man sich nochmal gute Nacht - endgültig. Außer man fängt danach nochmal mit dem Quatschen an...

Im Haus wohnen also der Vater Jesús, die Mutter Ivonne, die kleine Schwester Evaluna und die große Brisa. 
Der Vater ist ein waschechter Gaucho: Er verlässt morgens vor allen anderen das Haus, um mit seinem Bruder und Vater auf dem Land die Rinder zu hüten. Sie reiten wie ein waschechter Cowboy mit Hut, Karohemd und Stiefeln durch das Land. Allerdings haben sie keinen Revolver, sondern ein großes Messer und ihren Mate- Tee bei sich... Ich habe bisher verstanden, dass es Pferde, Hühner, Schweine und Schafe gibt. Und natürlich die Kühe.
Die Mutter Ivo ist sehr herzlich ( wie eigentlich alle hier) und hat gleich am ersten Tag klargestellt, " ich bin die Mama in Uruguay: Wenn du Hilfe brauchst, helfe ich dir, wenn du traurig bist, tröste ich und wenn du lächelst, lächel ich auch ( so habe ich das zumindestens verstanden). Sie arbeitet vormittags und nachmittags in dem örtlichen Mehlkonzern im Büro, ist aber von 11 bis 1 zum Mittagessen zuhause.
Meine kleine Schwester Eva ist 9 und hat sogar noch mehr Kuscheltiere als ich damals. Zum Glück ist sie sehr geduldig mit mir und erklärt mir notfalls auch alles 5 Mal. Morgens frühstücke ich mit ihr, weil wir beide nachmittags Schule haben, die große Schwester aber vormittags Schule hat und Mutter und Vater arbeiten.
Meine große Schwester Bri ist 16 und reicht mir bis zur Schulter. Dafür hat sie ein umso größeres Herz! Sie zeigt mir alles und nimmt mich überall mit hin.


Leider laden die Bilder gerade nicht, sie kommen aber in den nächsten Tagen - versprochen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen