Mittwoch, 2. September 2015

Die ersten Tage in meiner neuen Heimat - von Höhen und Tiefen

Am ersten Tag musste ich leider losheulen. Ich weiß im nach hinein nicht mal wieso, aber ich glaube,  ich habe ganz schön geflennt. Vorm Frühstück, beim Frückstück, danach, so ungefähr die ganze Zeit. So ab und an wenn ich nicht abgelenkt war, kam es einfach so über mich und ich habe mich in einen kleinen Zimmerbrunnen verwandelt. Zum Glück war das nur am ersten Tag, sonst wäre es in der Schule nämlich ziemlich peinlich geworden!

Am ersten Tag habe ich mit meinen beiden Schwestern gefrühstückt, und als der Zimmerbrunnen mal kurz ´ne Pause einlegte haben wir "Mensch ärger dich nicht" gespielt, das hatte ich als etwas sehr deutsches mitgebracht. Zum Glück gibt es kein kompliziertes Regelwerk, darum konnte ich es sogar mit meinem brüchigen Spanisch erklären :)  Dann haben wir uns noch ein paar Fotos aus Uruguay und aus Deutschland angeguckt, anschließend kam der Musik Vergleich: Cumbia gegen Deutsch- Rap und Schlager...
Mittags habe ich dann gemerkt, dass mein Skype nicht funktioniert :( Aber zusammen mit der Cousine haben wir das Problem behoben und jetzt kann ich über den Laptop meiner Schwester skypen! Nachmittags kamen nochmal Cousin und besgte Cousine vorbei zur Merienda, das ist so eine Mischung aus Teezeit und Abendbrot, bloß dass es später nochmal Abendessen gibt. Und danach sind wir mit dem Auto durch die Stadt gekurvt und mir wurde alles gezeigt: Der Fluss, die verschiedenen Schulen, das Zentrum, die Kirche, die Polizei... Und wir haben noch einmal andere Verwandte besucht.

Abends waren dann einige Verwandte da, es war ein lustiger Abend: Im Ofen brannte das Feuer, die Kleineren haben getobt, der Rest gelacht, gegessen und durcheinander gerufen.
Am nächsten Morgen mussten wieder alle zur Schule, deshalb haben morgens die kleine Schwester und ich zusammen gefrühstückt. Nachmittags sind Brisa und ich in die Schule gelaufen: Wir wollten meinen Stundenplan abholen, die Schuljacke von der Uniform kaufen und danach zu einer Freundin von Brisa. Aber nix da! Die Englischlehrerin, die gleichzeitig meine YFU- Betreuerin ist, hat mich erstmal der Klasse vorgestellt, und meinte danach, nachher hätte sie noch 2 Stunden Englisch in der Klasse, da könnte ich doch gleich mal kommen. 
Also haben wir schnell die Jacke gekauft, noch eine Stunde mit den Freunden verbracht und sind dann zurück zur Schule. Letztendlich war es doch sehr nett, der Unterricht war nicht so streng, ich sollte was über Deutschland, meine Familie und meine Schule erzählen und wir haben englische Lieder gehört und die Lücken in den Songtexten ausgefüllt. Danach wollten sie erstmal alle Fotos mit mir machen... 
Dann wurde ich mit dem Auto ( inklusive Schwester Cousin und Cousine, Arbeitskollegin)abgeholt, um 19:15 Uhr ist es nämlich schon dunkel, aber hier ist es ja auch gerade Winter. 
Zuhause wartete eine Überraschung von mich: Ich habe eine Torte geschenkt bekommen, mit gaaaanz viel Dulce de Leche ( zu dt. Süßes der Milch, aber es ist wie eine sehr süße und sehr leckere Karamellcreme)! Und ganz viel Familie war da:))

Heute dann bin ich mal mit Brisa aufgestanden und habe mit ihr gefrühstückt, denn zwei Mal wöchentlich habe ich morgens einen Spanischkurs bei meiner Betreuerin, mit einer anderen Austauschschülerin aus den U.S.A. Und mittags bin ich dann mit einem Mädel aus meiner Klasse zur Schule gelaufen.

 Una torta frita con dulce de leche --> wie ein riesiger flacher Krapfen mit der besten Karamellcreme des Landes 


                                           In gemütlicher Runde...


                                          Eine Überraschung für Hannah 


                                             Das Meisterstück 


                                     Eine Merienda mit der Familie

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