Freitag, 26. Februar 2016

noch ein paar Eindrücke aus dem Campo... und ein bisschen aus meinem Alltag



Hier haben wir (also eigentlich meine Gastmutter)  96 Kühen Blut abgenommen und sie auch geimpft



Das ganze hat bei einer irren Hitze stattgefunden. Zu trinken bekommt man dann keine  Flasche Wasser, sondern eine Flasche Eis. So hat man immer eiskaltes Wasser.




Wir haben dann zum Beispiel die Instrumente angereicht und die Blutproben in die Röhrchen gefüllt



Hier Cyntia mit der Impfpistole und ich mit den Röhrchen. In diesen Holzgang werden jeweils einige Kühe getrieben,  damit sie ruhig stehen und einfacher zu behandeln sind. Nach der Behandlung dann, wir vorne das Tor geöffnet und sie können raus auf die Weide laufen.




Wir wurden danach sogar noch zum Essen eingeladen, das war richtig lecker!



Am nächsten Tag gab es eine richtige Operation: Einer Kuh ist ihr Kalb im Bauch noch verstorben und musste herausoperiert werden. Das war ganz schön spannend! Ich muss sagen, hätte ich diese OP im September oder so beobachtet, wäre ich bestimmt fast umgekippt. Aber irgendwie  bin ich da mittlerweile ein bisschen abgehärtet und so ist mir einzig und allein von dem Geruch am Ende ein bisschen anders geworden...

Aber ich habe sowieso gemerkt, dass ich mich in einigen Punkten verändert habe. Also ich bin natürlich immer noch ich und mache die gleichen schlechten Witze und so, aber doch, man verändert sich. Ich bemerke es eigentlich gar nicht andauernd, doch z.B. in so manchen Situationen, wie z:B. gestern mit der Kuh oder so. Ich habe z.B. mich jetzt nicht großartig als Person verändert, doch z.B. lernt man, manche Dinge mehr wertzuschätzen oder achtet auf andere Dinge. 

So jetzt aber Schluss mit diesem "philosophischen" Zeug! Bald ist ja schon März... Jetzt fliegt die Zeit wirklich! Ich habe nur noch eine Woche Ferien :O :(. In Deutschland ist eine Woche Ferien relativ viel, also theoretisch ja zum Beispiel die Hälfte der Herbstferien. Hier allerdings habe ich seit Mitte November Ferien und man hat schon ganz schön in diesen Modus eingelebt. Außerdem kann man hier auch den Tag nicht so gut nutzen... Morgens schläft man lange und von mittags bis nachmittags geht eh keiner raus, weil es erstens viel zu heiß ist und außerdem schlafen fast alle "siesta". Wenn du also dann so das Gefühl hast, das Haus verlassen zu müssen, sagen wir mal so um halb fünf, wo so die ersten Geschäfte öffnen dann hat fast kein Uruguayo Lust dich zu begleiten. Hier ist eher so der Brauch, so zwischen 6 und 9 (kommt auf die Temperaturen und die Person an) abends das Haus zu verlassen und dann spät wiederzukommen. Das heißt man nutzt eher so die Nacht zum Leben und den Tag zum schlafen...

Wenn die Schule dann anfängt, ändert sich das ganze so ein bisschen. Für mich und die aus meiner Altersklasse nicht soo stark aber trotzdem. Ich werde wieder nachmittags Schule haben und in der Orientation "Sexto Agronomía" sein. Sexto heißt "sechste" (Klasse), das ist hier sozusagen die zwölfte in Deutschland, also die Abschlussklasse. Ich werde hier allerdings keinen Abschluss bekommen, weil das Schuljahr ja erst im November aufhört. "Agronomía" ist dann sozusagen mein Profil. Das ist etwas mit dem Land und den Pflanzen hier, mein Übersetzer spuckt mir hier gerade etwas von Ackerbaukunde und Landwirtschaftwissensschaft. Ich habe bis jetzt immer noch nicht so viel Ahnung was das wird, aber wir haben dann verstärkt Biologie und Chemie und sowas werde ich bestimmt nie in Deutschland lernen. Von daher probiere ich das einfach mal aus, das wird bestimmt ganz interessant und außerdem machen das viele meiner Freunde, von daher... Ich werde ja sehen, wie es ist und berichte dann mal:)

So jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Tag, ich bin gerade ganz glücklich, weil es ordentlich gewittert und regnet. Das heißt heute wird ein gemütlicher frischer Tag ohne den ganzen Tag vor dem Ventilator zu liegen und trotzdem noch zu hecheln :P (das ist auch so eine Sache: ich schätze den Regen und die Kälte mehr jajaj)

Alles Liebe von mir
eure Hannah

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen